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Ware Mensch

Männer als Opfer von Menschenhandel – Fallbeispiele

Aktuell Posted on 06 May, 2014 14:08:16

Fallbeispiel: Eingesperrte
Bauarbeiter

Im Bezirk Favoriten befreite die Wiener Polizei 2011
vier Bauarbeiter aus einer Wohnung. Ihr ‚Vermieter’, der die aus Balkanländern
stammenden Männer in der Wohnung auch einsperrte, war zugleich ihr Arbeitsvermittler
und brachte sie zu verschiedenen Baustellen in der Umgebung. Mangels
Aussagebereitschaft der Betroffenen ließ die Polizei die Ermittlungen nach
§104a fallen. Es kam zur Anklage wegen Freiheitsberaubung, Ausbeutung eines
Fremden und Sozialbetrug. (Quelle: „Männer als Betroffene von Menschenhandel in
Österreich“, eine Studie vom Männergesundheitszentrum)

Fallbeispiel:
Von der Fußballhoffnung zum Drogendealer

Ein junger Nigerianer wandte sich an EXIT, den Wiener
Verein zur Bekämpfung von Menschenhandel aus Afrika. Er und weitere junge
Männer waren mit dem Versprechen nach Österreich gebracht worden, als
Nachwuchsfußballspieler bei einem europäischen Club engagiert zu werden. Doch
sie wurden in Wien über drei Monate in einer Wohnung festgehalten und zum
Drogendealen ‚aus-gebildet’. Als er seine erzwungene Arbeit aufnehmen sollte,
ist er geflüchtet und hat sich an die Caritas und EXIT gewandt. (Quelle: „Männer
als Betroffene von Menschenhandel in Österreich“, eine Studie vom
Männergesundheitszentrum)

Fallbeispiel:
Von den Eltern zur Sexarbeit in Wien gezwungen

Slowakische Eltern zwangen ihren zum Zeitpunkt des
Aufgriffs durch die Polizei neunzehnjährigen Sohn zur Sexarbeit in Wien. Die
mit dem Fall betrauten Beamten brachten den Betroffenen in den ersten Tagen
privat unter und versorgten ihn. Die Eltern des jungen Mannes wurden nach §217
verurteilt. (Quelle: „Männer als Betroffene von Menschenhandel in Österreich“, eine
Studie vom Männergesundheitszentrum)

Fallbeispiel:
Verurteilung einer Reinigungsfirma in Vorarlberg

Im Jahr 2010 konnte das
Gericht einer Reinigungsfirma in Vorarlberg nachweisen, dass sie im Auftrag
eines Gastronomiebetriebs Männer und Frauen aus östlichen EU-Ländern angeworben
hat, um sie der geplanten Ausbeutung zuzuführen. Dies war der erste Fall einer
Verurteilung nach §104a, in dem Männer unter den Betroffenen waren. Ob es zu
einer Entschädigung der rasch heimkehrenden Betroffenen gekommen war, konnte
nicht eruiert werden. (Quelle: „Männer als Betroffene von Menschenhandel in Österreich“,
eine Studie vom Männergesundheitszentrum)

Fallbeispiel:
mit wechselnden Dokumenten zur medizinischen Versorgung

Chinesische PatientInnen
suchten in den vergangenen Jahren die Ambulanz für Menschen ohne Versicherung
Amber-Med mit wechselnden Dokumenten auf. Dies fiel zum Beispiel bei einem Mann
aufgrund seiner seltenen Erkrankung auf, wegen derer er mit zwei
unter-schiedlichen Identitäten an einen externen Facharzt überwiesen worden
war. Die MitarbeiterInnen der Ambulanz gehen davon aus, dass regelmäßig
chinesischen Arbeiter-Innen die Pässe von ihren AusbeuterInnen abgenommen und
für den Weg zur unerlässlichen ärztlichen Versorgung falsche Dokumente
ausgehändigt werden. (Quelle: „Männer als Betroffene von Menschenhandel in Österreich“,
eine Studie vom Männergesundheitszentrum)

Fallbeispiel:
Mit Morddrohungen zum Betteln gezwungen

Ein junger Mann wurde
2010 über familiäre Kontakte und mit einem falschen Jobangebot aus einem
osteuropäischen Land nach Österreich gebracht. Hier wurde er mit Morddrohungen
und unter ausbeuterischen Verhältnissen zum Betteln gezwungen. Nach der Flucht
erhielt er etliche Morddrohungen vom Täter und wandte sich an LEFÖ-IBF, die ihn
in Zusammenarbeit mit dem Männergesundheitszentrum unterstützten. (Quelle: „Männer als Betroffene
von Menschenhandel in Österreich“, eine Studie vom Männergesundheitszentrum)

Fallbeispiel:
Ausbeutung im Graubereich

Im Sommer 2012 ging eine
bayrische Leiharbeitsfirma in Konkurs, deren Arbeiter in einem Schlachthof in
Salzburg beschäftigt waren. Bis zu neunzehn Stunden arbeiteten die teils aus
Ungarn kommenden Männer ohne Überstundenentlohnung – sie wurden nach Stück Vieh
statt nach Zeit bezahlt. Die Gewerk-schaften bezichtigen viele Firmen wie den
in diesem Fall betroffenen Schlachthof der Nichtbeachtung arbeitsrechtlicher
Standards und des Lohn- und Sozialdumpings. Der Übergang zu Menschen-handel
erscheint fließend. (Quelle: „Männer als Betroffene von Menschenhandel in Österreich“,
eine Studie vom Männergesundheitszentrum)

Fallbeispiel:
auch nach Abarbeiten der Schlepperkosten keinen Lohn erhalten

Ein albanischer
Bauarbeiter ohne Aufenthaltstitel gab bei seinem Aufgriff bei einer Betriebskontrolle
von Finanz- und Fremdenpolizei in Niederösterreich an, dass er von Schleppern
mit dem Versprechen guter Verdienstmöglichkeiten über die Grenze gebracht
worden war. Doch auch nach Abzahlung der für den Transport verlangten Summe
hatte er mehrmals keinen Lohn erhalten. Die Fremdenpolizei übernahm den Mann
zur Ausweisung aus Österreich. (Quelle: „Männer als Betroffene von
Menschenhandel in Österreich“, eine Studie vom Männergesundheitszentrum)

Fallbeispiel:
Polnischer Vater und Söhne

Ein polnischer Vater und
seine beiden Söhne waren von einem polnischen Reinigungsunternehmen nach
Österreich gebracht und im Raum Wien beschäftigt worden. Nach-dem sie für
mehrere Monate keinen Lohn bekommen hatten, erzählten sie einer Sozialarbeiterin
am Wiener Praterstern von ihrem Schicksal. Sie waren unter anderem mit
Drohungen gegenüber der Familie in Polen unter Druck gesetzt worden. Auf
Anregung der Arbeiterkammer erreichte die Streetworkerin mit Telefonaten, dass
der verantwortliche Unternehmer die drei Arbeiter mit einer Zahlung in
unbekannter Höhe zufriedenstellte. Die Arbeiter wurden daraufhin an eine andere
Dienst-stelle in einem anderen Bundesland versetzt, sodass der Kontakt zu den
SozialarbeiterInnen abgebrochen ist. (Quelle: „Männer als Betroffene von
Menschenhandel in Österreich“, eine Studie vom Männergesundheitszentrum)

Fallbeispiel:
Österreich als Transitland

Bürger aus Aserbaidschan
wurden in Polen auf Tabakfeldern lange Zeit ausgebeutet. Sie waren mit
Touristenvisum nach Italien geflogen, dann über Österreich als Transitland nach
Polen gebracht worden. Für ihre intensive Ausbeutung hatten die Betroffenen gar
keinen Lohn bekommen. Dieser Fall wurde von polnischen Grenzschutzbeamten
aufgedeckt, die die Opfer zunächst als Täter betrachteten. Erst nach Einmischung
der OSCE wurde ihr Status als Betroffene des Menschenhandels anerkannt.
(Quelle: Norbert Cyrus 2011)



Studie “Sex Trafficking of Men”

Aktuell Posted on 23 Apr, 2014 13:19:15

Sex Trafficking of Men: Trapped Between Crime and Stereotypes
Veronika Ehm – Adela Kabrtova – Sandra Müller – Aron Paldeak – Mateja Ščuka

Zu
den Personen:

Veronika
Ehm, Adela Kabrtova, Sandra Müller, Aron Paldeak, Mateja Ščuka

Dieses
Paper wurde im Rahmen einer Konferenz im UN Headquaters in Wien im Januar 2014
präsentiert, vor einer ExpertInnenkommission verteidigt und mit dem ersten
Preis prämiert.

Arbeitsschwerpunkt:
Forschung zum Thema Sexhandel von Männern. Veronika Ehm und Sandra Müller
studieren an der Universität Wien und betreiben aktuell sozialwissenschaftliche
Feldforschung zu dem Thema Sexhandel von Männern in Österreich.

Kontakt: veronika.ehm@hotmail.com, sandraevamueller@gmail.com



Menschenhandel in Österreich, Masterarbeit (2013)

Aktuell Posted on 02 Apr, 2014 13:44:27

MENSCHENHANDEL IN ÖSTERREICH: DIE UNTERSTÜTZUNG DER OPFER.
Die Umsetzung der Forderungen des Artikels 12 (1) und (2)
der Konvention des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels in Österreich.

MASTERARBEIT

Verfasserin
Magdalena Hochwallner, BA

3. Oktober 2013


Zusammenfassung der Arbeit…



Auszüge einer internationalen Studie, 2013

Aktuell Posted on 14 Jan, 2014 11:50:23

Auszüge der „Internationalen Studie über die politische Linie in Bezug auf
Prostitution: Österreich und die Niederlande“

vgl. H.
Wagenaar, S. Altink & H. Amesberger (2013): Final Report of the
International Comparative Study of Prostitution Policy: Austria and the
Netherlands.

Quelle: http://issuu.com/platform31/docs/p31_prostitution_policy_report?e=5454469/3969709


Über 90% der weiblichen
Prostituierten in Österreich und 70% in den Niederlanden sind Migranten.
Das war auch in der Geschichte
der Fall, wobei in der Vergangenheit ein großer Teil der Migration
innerstaatlich war. Die Sex-Arbeit verlangt keine Diplome oder
Einreisebestimmungen, die Gehälter erhält man direkt; sie ist ein Bar-Wirtschaftssystem
welches im Schatten operiert, sie bedarf nur minimaler Sprachkenntnisse und sie
erlaubt hohe Mobilität. Dies macht es so attraktiv für neuere Migrantinnen.
(vgl. Studie S. 9)

Weibliche Asylsuchende, die auf
eine Visa-Entscheidung warten, können nach österreichischem Recht de facto nur
in der Prostitution arbeiten.

(vgl. Studie S. 9)

Die
Kriminalstatistik der Polizei in
Österreich berichtet
von 20 Anklagen bzgl. Menschenhandel (§ 104a StGB) und
52 Anklagen bzgl. „Grenzüberschreitendem Prostitutionshandel“ (§ 217 StGB) im
Jahre 2011. Insgesamt wurden 114 Opfer von Menschenhandel von der Polizei
identifiziert, und etwa 70 Fälle von diesen wurden beim Staatsanwalt
eingereicht. Die Mehrheit der Opfer [waren] zwischen 18 und 40 Jahren alt. Die
Mehrzahl waren Rumäninnen, Bulgarinnen, Ungarinnen und Nigerianerinnen. Die
Aufklärungsquote beim Verbrechen Menschenhandel beträgt 85%, und 78,8% beim
Verbrechen „Grenzüberschreitender Prostitutionshandel“ (die Aufklärungsquote gibt
allerdings keine Hinweise bzgl. der Verurteilungsrate). Diese Zahlen
verdeutlichen, dass

a)
es
wenige Anklagen in Bezug auf Menschenhandel gibt

b)
es
einfacher ist Anklagen unter § 217 StGB einzuordnen

c)
zwei
Opfer-Kategorien in den Statistiken aufscheinen

(vgl. Studie S. 21)

Zwischen 2007 und 2010 gab es in
Österreich einen Anstieg von registrierten Prostituierten, auch in den Ländern
Wien und Oberösterreich.

2007 wurden 1506 Prostituierte von der Polizei in Wien registriert, im Jahr
2010 waren es 2351. Das ist ein Anstieg von 56%. Im September 2012 waren 2800
Sexarbeiterinnen in Wien registriert. Das ist eine weitere Steigerung von 19%. (vgl.
Studie S. 24/25)

Mobilität: Sexarbeiterinnen sind im
Regelfall überaus mobil in verschiedener Art und Weise: Sie bewegen sich
geographisch, von Einrichtung zu Einrichtung, von einem Typus der Prostitution
zur anderen, sowohl im als auch außerhalb des Sexgewerbe. (…) Die Mobilität bedeutet
große Probleme für die Administratoren, die die Prostitution regulieren
möchten. Die meisten Gesetze und Regelungen benötigen eine feste Wohnadresse
oder einen Arbeitsplatz. Viele Sexarbeiterinnen, besonders die Sexarbeiterinnen
mit Migrationshintergrund, haben keines von beiden. (vgl. Studie S. 26)

Bezugnehmend
auf die Daten aus dem Innenministerium gab es 2010 insgesamt 990 „Sex-Gewerbe-Einrichtungen“ in Österreich. Mehr
als die Hälfte befinden sich in Wien (…). Diese Zahlen stellen einen beachtlichen
Anstieg dar. Zwischen 2007 und 2010 hat sich die Summe aller Einrichtungen mit
13% von 879 auf 990 gesteigert. (vgl. Studie S. 30)

Zum Einstieg in die Sexarbeit: Die Gründe für die Migration und
für den Einstieg in die Sexarbeit sind ziemlich ähnlich: Alle
InterviewpartnerInnen erwähnen finanzielle Zwänge, Schulden und/oder der Wunsch
für spezielle Waren. (…) Wie bereits erwähnt ist der Zugang zum Arbeitsmarkt in
den westlichen europäischen Ländern entweder stark eingeschränkt oder nur offen
in den Sektoren Niedriglohn, temporäre Arbeit und Substandard Arbeitsverträge
(wie etwa in der Landwirtschaft, Reinigung oder Prostitution). (vgl. Studie S.
32)

Schlussfolgerung: Die Verbindung von Prostitution
und Migration hat wichtige Konsequenzen für die politische Linie. Zuerst,
Prostitution ist eine der Tätigkeit in der neue ArbeitsmigrantInnen enden.
Diese Tätigkeit bedarf weniger Einstiegsanforderungen, sie offeriert Barzahlung
auch außerhalb des Steuersystems, und man benötigt keinen Arbeitsvertrag womit
eine hohe Mobilität ermöglicht wird. Obwohl diese Tätigkeit einen geringen
Lohn, lange Arbeitszeiten und bedauerliche Arbeitskonditionen bietet, passen
sie in den Lebensstil von neuen MigrantInnen. Sogar der geringe Lohn ist für
viele MigrantInnen noch immer ein Vielfaches als in ihrem Herkunftsland. Dies
erhärtet den Fakt, dass viele Sexarbeiterinnen in unseren Stichproben in eher
positiven Termini über ihre Tätigkeit gesprochen haben, trotz der langen
Arbeitszeiten und den 50% Abgaben an den Bordellbetreiber. Zweitens, neue
MigrantInnen die sich in Tätigkeiten am unteren Ende des Arbeitsmarktes
wiederfinden sind besonders anfällig ausgebeutet zu werden (…). (vgl. Studie S.
35)

Etwa 95% der registrierten
Prostituierten in Österreich sind Migrantinnen.
2010 waren nur 7% der
registriert arbeitenden Prostituierten in Wien österreichische
Staatsbürgerinnen. (vgl. Studie S. 47)



Moderne Sklaverei

Aktuell Posted on 12 Dec, 2013 15:45:34

Moderne
Sklaverei

Der größte Anteil der heutigen 27
Millionen Sklaven, etwa 15 oder sogar 20 Millionen, lebt in Südasien. Indien
ist die weltgrößte Demokratie, aber innerhalb des Landes sind mindestens zehn
Millionen Menschen als Haushaltshilfen, in Zwangsehen, Zwangsprostitution und Schuldknechtschaft
gefangen. Ursachen dieser Sklaverei sind u.a. extreme Armut, Diskrimination
aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Ethnie oder Kaste, Polizeikorruption und die
niedrigen Verurteilungsraten von SklavenhälterInnen. Die ILO schätzt, dass
heute etwa 80% der Sklaven durch „Privatagenturen“ ausgebeutet werden, und etwa
20% durch den Staat oder Rebellengruppen. Die meisten Opfer arbeiten in
einfachen Tätigkeitsfeldern wie etwa der Landwirtschaft. Nur in den
Industriestaaten dominiert die Ausbeutung im Sexgewerbe (Zwangsprostitution). Sklaven
produzieren viele unserer täglichen Verbrauchsgüter, wie etwa Teppiche, Kakao,
Wolle, Rindfleisch, Tomaten, diverse Früchte, Fisch, Gold, Diamanten, Schuhe,
Reis und Kleidung.

Kindersklaven

Ein großer Anteil der weltweiten Sklavenarbeit
wird von Kindern verrichtet, wie etwa die sexuelle Ausbeutung oder die Ausbeutung
im landwirtschaftlichen Bereich. Die ILO schätzt, dass sich heute circa 8,4
Millionen Kinder in Schuldknechtschaft
und/oder Leibeigenschaft befinden, die Mehrheit von ihnen im
asiatisch-pazifischen Raum (etwa 5,5 Millionen Kindersklaven). Von diesen 8,4
Millionen Opfern sind etwa 1,2 Millionen Betroffene von Menschenhandel.

Alte und neue Sklaverei

Die Sklaverei heute ist im Gegensatz
zu früher globalisiert und illegal. In der Gegenwart handelt es sich um kurze
Beziehungen zwischen SklavenhändlerInnen und ihren Opfern, in der Vergangenheit
waren diese Bindungen viel länger. Sklaven
heute sind Wegwerfartikel.
Sie kosten in der Anschaffung wenig Geld,
versprechen zum selben Zeitpunkt allerdings enorme Gewinne. Heute kann man
einen Sklaven um einen Spottpreis von etwa 10 US$ käuflich erwerben, im
Durchschnitt kostet ein Sklave nicht mehr als 90 US$. Sklaven haben keinen
freien Willen, stehen unter Kontrolle wie etwa durch Gewaltandrohung und sie
werden ausgebeutet. Sie erhalten keinen oder einen geringen Lohn.

Menschenhandel

Das Verbrechen „Menschenhandel“
ist eine globale Schande der Menschheit. Jeder Kontinent und beinahe jedes Land
sind davon betroffen. Opfer kommen in vielen Fällen aus Afrika und Asien.
Zahlreiche Opfer von Menschenhandel bleiben in Asien, da bei diesem Verbrechen
kein Verlassen des eigenen Landes notwendig ist. Jedes Jahr werden in etwa 800.000
Männer, Frauen und Kinder Opfer von Menschenhandel. Die Mehrheit der Betroffen von
Menschenhandel werden Opfer der Sexindustrie, die Minderheit von Zwangsarbeit. Meist
werden Menschen von ärmeren Ländern (Süden) in reiche Länder (Norden)
gehandelt. Hinzu kommen regionale Besonderheiten, wie etwa in Indien, wo viele
Opfer im Land selber gehandelt und ausgebeutet werden. Die ILO unterstreicht,
dass die moderne Sklaverei und Menschenhandel klare Schattenseiten der Globalisierung
sind.

Was tun?

Unterstützen Sie Organisationen,
die Sklaverei und Menschenhandel bekämpfen. Stellen Sie PolitikerInnen
unbequeme Fragen. Hinterfragen Sie bei täglichen Konsumwaren, ob diese auch
fair hergestellt wurden.

Quelle: Kevin Bales



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